Welche Materialien werden für Piercings verwendet?

Möchtest Du Dir ein Piercing stechen lassen, stehst Du notgedrungen den verschiedensten Fragestellungen gegenüber. In jedem Fall solltest Du Dir Gedanken machen, welche Form Dein Piercing haben soll und welches Material Du bevorzugst. Materialien für Piercings gibt es unzählige. Doch jedes Material hat natürlich seine Vor- und seine Nachteile. So sind einige Piercingmaterialien problemlos für den Ersteinsatz zu gebrauchen, andere sollten dagegen erst nach dem Heilungsprozess eingesetzt werden.

Edelstahl oder auch Chirurgenstahl 316L zählt zu den beliebtesten Materialien für Piercings. Aufgrund seines hohen Anteils an Nickel wurde es 1994 für den Ersteinsatz verboten. Allerdings ist das Nickel fest vom umliegenden Material eingeschlossen und kann somit auch keine allergischen Reaktionen verursachen. Aus diesem Grund darf Chirurgenstahl 316L auch seit 2004 wieder zum Ersteinsatz verwendet werden. Edelstahl ist besonders aufgrund seines Glanzes so beliebt. Jedoch ist es sehr schwer und wird im Winter sehr kalt, wodurch es dann oft gegen wärmere Materialien ersetzt wird.

Titan Grad 23 wird in den meisten Fällen zum Ersteinsatz empfohlen und ist das gängigste Material für Piercings innerhalb der EU, da es absolut kein Nickel enthält und demnach auch keine Allergien auslöst. Auch seine weiteren Eigenschaften eignen sich optimal für den Einsatz unter der Haut, wodurch dieses Material auch gern für Implantate genutzt wird. Neben der Hautverträglichkeit ist das Titan Grad 23 auch sehr leicht und sehr korrosionsbeständig.

Die Edelmetalle Silber und Gold werden ebenfalls sehr gerne als Piercing getragen. Jedoch sollten beide nicht in frische oder unverheilte Piercings eingesetzt werden, denn verschiedene Flüssigkeiten, wie Blut oder Schweiß können das Material schnell zum Oxidieren bringen. Ihr Anteil an Nickel kann Allergien hervor rufen. Mittlerweile sind auch Allergien besonders gegen Weißgold bekannt.

Als natürliche Materialien für Piercings sind Holz, Horn und Knochen bekannt, die des Weiteren auch zu den ältesten Materialien für Schmuck zählen. Eine besonders positive Eigenschaft dieser natürlichen Materialien ist die Tatsache, dass sie immer angenehm warm bleiben und sich selbst im Winter nicht ihrer Umgebungstemperatur anpassen. Piercingschmuck aus Holz, Horn oder Knochen sitzt in der Regel gut im Stichkanal und lässt die Haut atmen. Negativ dagegen ist die Möglichkeit zur Bakterienbildung, wie auch die vergleichsweise kurze Lebensdauer.

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