Warum Piercings beim röntgen raus müssen !

Verschiedene Erkrankungen oder Unfälle erfordern eine Röntgenuntersuchung. Damit lassen sich das Skelett sowie innere Organe gut darstellen. Der Arzt kann Schädigungen und Fehlbildungen erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Die Strahlenbelastung dabei ist recht gering, jedoch sollten Schwangere sich nicht den Röntgenstrahlungen aussetzen. Weiterhin sollten Piercings beim Röntgen entfernt werden. Warum das so ist, erfährst Du hier.

Was passiert beim Röntgen?

Beim Röntgen werden mit Hilfe von Röntgenröhren Strahlen erzeugt, die durch den Körper geschickt werden. Durch digitale Speichermedien wird die Intensität dieser Strahlung hinter dem bestrahlten Körperteil oder -Abschnitt gemessen. Aus diesen Werten wird das Röntgenbild berechnet. Früher wurden Röntgenfilme verwendet, heute sind es moderne digitale Speichermöglichkeiten. Sie messen die austretende Strahlung mit einem hohen Wirkungsgrad, somit ist weniger Strahlung erforderlich. Zudem entsteht aufgrund des größeren Kontrastumfanges keine Über- oder Unterbelichtung.

Wann muss das Piercing raus?

Gegenstände aus Metall, die sich am Körper befinden, sind auf dem Röntgenbild sichtbar. Dies kann zur Einschränkung der Beurteilungsfähigkeit führen. Piercings aus Metallen aller Art müssen daher entfernt werden, der Schmuck aus dem Kunststoff PTFE hingegen wird nicht sichtbar. In solchen Fällen wird individuell entschieden, ob die Schmuckstücke das Röntgenbild verfälschen, verschleiern oder unbrauchbar machen könnten. Es wird im Einzelfall entschieden, ob der Gegenstand entfernt werden muss oder nicht. Auch bei Röntgenaufnahmen, welcher der Zahnarzt anfertigt, musst Du Mundraum-Piercings entfernen, sofern sie aus Metall sind. Kernspin- bzw. Magnetresonanz-Tomografie ist ebenfalls eine Variante des Röntgens. Hier wird mit einem sehr starken Magnetfeld gearbeitet. Magnetischer Schmuck und metallene Piercings müssen unbedingt heraus genommen werden.

Im Zweifelsfall den Schmuck immer entfernen

Bist Du Dir nicht sicher, aus welchem Material Dein Piercing ist, kannst Du das Zuhause mit einem kleinen Magneten testen. Wird der Schmuck angezogen, mach es vorsichtshalber raus. Wie schon vorher erwähnt, sind Piercings aus PTFE aber auch Titan oder Implantanium nicht magnetisch. Sie können am Körper verbleiben, sofern sie diagnostisch nicht behindern. Wenn also Dein Knie untersucht wird, kannst Du dein Piercing im Bauchnabel oder der Zunge belassen, sofern es nicht magnetisch ist. Das Entfernen des Piercings macht eine korrekte Diagnose möglich. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Dein Körperschmuck eine darunter liegende Stelle verdeckt und im Bild unsichtbar macht. Zum Beispiel verdeckt ein Brustwarzenpiercing einen Tumorknoten, welcher aufgrund dessen unerkannt bleibt. Geräte die mit Magnetfeldern arbeiten können zur starken Erhitzung des Schmuck führen. Zudem wird eine hohe Zugkraft ausgeübt, so kann er im schlimmsten Fall ausreißen. Viele Ärzte stehen dem Körperschmuck sehr skeptisch gegenüber. Wer sich unangenehme Diskussionen vor Ort mit dem Arzt oder Röntgenassistenten ersparen möchte, entfernt sein Piercing vor dem Termin für die Röntgenbestrahlung.

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