Wann wachsen Piercings raus?

Einmal stechen und fertig. So stellen es sich wohl die meisten vor, die nicht richtig mit dem Thema Piercings vertraut sind. Doch auch bei diesem Thema gibt es so einiges zu beachten. Auch ein Piercing bedarf der Pflege, vor allem während des Heilungsprozesses nach dem Stechen, damit es nicht zu unangenehmen Nebeneffekten und Komplikationen kommt. Eine dieser Komplikationen kann das Herauswachsen des Piercings sein.

Können Piercings herauswachsen?

Die Antwort lautet Ja. Wenn Piercings herauswachsen, dann ist dass eine Abwehrreaktion des Körpers. Besonders auffällig und schnell zu bemerken ist das bei Oberflächenpiercings wie zum Beispiel an der Augenbraue. Diese Abwehrreaktion ist zunächst nicht zu steuern aber durch die richtige Pflege, kannst Du das Herauswachsen eines Piercings vorbeugen. Hierbei muss man die Besonderheiten einer Wunde, die beim Stechen entsteht, verstehen. Eine Piercingwunde ist keine Oberflächenwunde, mit der es der Körper normalerweise zu tun hat. Diese Wunden werden vom Körper an der Oberfläche durch Bestandteile des Bluts verschlossen. Es bildet sich dann der bekannte Schorf. Piercingwunden sind hier ganz anders und der Körper muss auch anders mit der Wunde umgehen. Beim Piercen wird ein Kanal gestochen, der nicht einfach wie eine Oberflächenwunde zuwächst.

Im Stichkanal bildet sich eine schützende Haut und es entsteht eine Tunnelnarbe. Der Kanal in dem der Ring oder das Schmuckstück sitzt bleibt erhalten. In einigen Fällen, häufig im Zusammenhang mit Infektionen, wächst der Kanal wieder zu. Dadurch wird der Ring oder das Schmuckstück im Laufe der Zeit weiter an die Oberfläche gedrängt und es “wächst” letztendlich heraus.

Richtige Pflege zur Vermeidung von Risiken

Wie bereits erwähnt entsteht beim Piercen eine Wunde. Wie alle Wunden ist auch die Wunde, die durch das Piercen entsteht besonders anfällig und gefährdet für Infektionen. Dies gilt beim Piercen insbesondere, da diese Wunde nicht sofort vom Körper verschlossen werden kann. Hier hilft ein Grundprinzip: Hygiene! Dies betrifft vor allem die Zeit nach dem Stechen, in der der Heilungsprozess noch läuft. Während des Heilungsprozesses solltest Du folgende Dinge beherzigen:

  • duschen statt baden
  • Beim Duschen den Kontakt mit Seife oder Duschgel vermeiden
  • unnötige Berührungen des Piercings vermeiden
  • die Wunde vor Schmutzt schützen
  • das Piercing nur mit gewaschenen oder desinfizierten Fingern berühren
  • Kontakt mit fremden Körperflüssigkeiten wie Speichel vermeiden
  • Keine Schwimmbäder, Saunen oder Solarien besuchen.
  • reinige das Piercing ein bis zwei Mal täglich für ca. 14 Tage mit einem alkoholfreien und
  • hautverträglichen Desinfektionsmittel

Diese Grundregeln solltest du in den ersten ein bis drei Tagen beherzigen bis das Piercing abgeheilt
ist. Auch wenn Du die oben genannten Tipps befolgst, kann es sein, dass in der ersten Zeit Schwellungen, Rötungen oder und kleineren Entzündungen vorkommen. Das ist völlig normal. Wenn diese Erscheinungen allerdings nicht innerhalb von drei Tagen wieder abklingen solltest Du den Piercer oder einen Arzt aufsuchen. Nicht behandelte Infektionen können schnell Ausmaße erreichen, bei denen ein chirurgischer Eingriff oder andere aufwendige Behandlungen notwendig werden. Hierbei solltest Du auf Nummer sicher gehen. Wenn Du pfleglich mit deinen Piercings umgehst, dann stehen die Chancen sehr gut, dass Du Risiken und Komplikationen vermeidest und lange Zeit Freude an deinen Piercings hast.

3 Idee über “Wann wachsen Piercings raus?

  1. Jana sagt:

    Das sind wirklich gute Tipps. Durch die richtige Pflege kann man das Herauswachsen verlangsamen. Das ist besonders wichtig zu wissen, denn wenn es erstmal soweit ist, dann heißt es neu stechen lassen. Ich glaube das möchte niemand regelmäßig machen lassen, auch wenn das Piercing noch so schön ist. 😉

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