Tut ein Septum-Piecing stechen sehr weh?

Das Septum-Piercing ist zwar eines der ältesten Piercings überhaupt und wird in vielen verschiedenen Kulturen getragen, wird bei uns aber eher seltener gesehen. Durchstochen wird hier das Bindegewebe unter dem Nasenscheidewandknorpel. Daher kommt das Piercing auch zu seinem Namen, Septum bedeutet nämlich Nasenscheidewand. Ob es nun sehr schmerzhaft ist, sich solch ein Septum-Piercing stechen zu lassen und auf was Du danach unbedingt achten solltest, damit Dein Piercing problemlos und schnell verheilt, kannst Du in den nächsten Abschnitten nach lesen.

Bevor solch ein Septum-Piercing gestochen wird, solltest Du Deine Nasenscheidewand zuerst einmal genauer untersuchen lassen. Da diese Stelle in der Nase bei den meisten Menschen Unebenheiten aufweist, sollte eine spezielle Septum-Klemmzange beim Stechen des Piercingsbenutzt werden, um sicher zu gehen, dass das Piercing gerade gestochen wird. Nun solltest Du Dich unbedingt schlau machen und nach einem erfahrenen und sympathischen Piercer suchen, denn das richtige Piercingstudio ist das A und O, gerade wenn Du etwas ängstlich bist und Du dringend Vertrauen aufbauen musst. Je nachdem wie professionell Dein Piercer letztendlich ist, kann er Dein Piercing durch ein sehr dünnes Häutchen in der Nasenscheidewand stechen, wodurch Du kaum Schmerzen haben wirst. Wird allerdings durch den Knorpel gestochen, kann solch ein Septum-Piercing sehr schmerzhaft sein.

Dies liegt dann aber nicht am Septum-Piercing, sondern an der Unwissenheit Deines Piercers. Pflegst Du Dein Septum-Piercing richtig, ist es in spätestens zwei bis drei Monaten verheilt. Gerade wenn Du erkältet bist und Schnupfen hast, sollte die Hygiene des Piercings noch gründlicher und vorbildlicher sein. Am besten ist es, wenn Du zweimal täglich die Einstichstellen Deines Piercings reinigst. Perfekt ist es, hierfür ein Antiseptikum aufzusprühen und das Septum-Piercing vorsichtig zu bewegen, sodass das Antiseptikum in den Stichkanal gelangt. Vorher sollten, falls vorhanden, alle Krusten um das Septum-Piercing entfernt werden. Besonders wichtig ist, dass Du das Septum-Piercing in der ersten Zeit ausschließlich mit frisch gewaschenen Händen anfasst. In der Heilungszeit sollte der Schmuck erst einmal nicht gewechselt werden, da es zu schlimmen Entzündungen kommen kann und der Heilungsprozess dadurch extrem in die Länge gezogen werden kann.

Am Anfang wird beim Stechen des Piercings meist ein Ball Closure Ring oder ein Curved Barbell eingesetzt. Diese Piercingssollten eine Materialstärke von 1,2 oder 1,6 Millimetern haben. Nachdem das Septum-Piercing verheilt ist, kann auch dieses Loch gedehnt werden, damit auch Schmuck mit einem größeren Durchmesser getragen werden kann. Zum Dehnen wird auch hier wie bei den anderen Piercings ein Dehnungsring oder ein Dehnungsstab benutzt. Möchtest Du Dein Piercing zu bestimmten Anlässen verstecken, wie beispielsweise am Arbeitsplatz, können so genannte Septumkeeper eingesetzt werden, die das Zuwachsen des Piercingloches verhindern, wenn sie richtig sitzen aber von außen nicht wahrgenommen werden. Möglich ist in diesem Fall auch ein Circular Barbell, das nach oben geklappt wird und dadurch nicht sichtbar ist. Sinnvoll sind diese Septumkeeper allemal, da ein Septum-Piercing-Loch recht schnell wieder zu wächst, wenn einige Zeit kein Schmuck eingesetzt wird. Besonders beliebt sind des Weiteren auch gerade oder gebogene Spikes, die auch Septum-Tusks genannt werden. Im Design ähneln sie dem traditionellen Schmuck alter Volksstämme.