Heilung und Pflege eines Piercings

Wie lange ein Piercing heilt, hängt vor allem von der gepiercten Körperstelle ab. Am schnellsten verheilt ein Ohrloch, während Piercings im Intimbereich oder an den Brustwarzen durchaus mehrere Monate bis zur vollständigen Abheilung benötigen können. Ehe Du Dich für Piercings entscheidest, solltest Du Dich genauestens über die Pflege und deren Auswirkung auf die Abheilzeit, sowie die Minderung einer Entzündungsgefahr informieren.

Wie lange heilen Piercings im Mundbereich?

Piercings in der Lippe heilen gewöhnlich in einem Zeitraum von 6 bis 8 Wochen aus. Schneller verheilt das Zungenpiercing, welches nur einen Zeitraum von etwa 2 Wochen mit besonderer Vorsicht beachtet werden muss. Der Grund für die schnelle Abheilung liegt in der automatischen Reinigung durch den Speichel begründet, wobei auch die Mundpflege und der nicht vorhandene Kontakt mit äußeren Einflüssen eine Rolle spielt. Um die Heilungszeit nicht unnötig zu verlängern oder Entzündungen zu begünstigen, sollte auf sämtliche Dinge wie Lippenstift oder parfumhaltige Cremes und Pflegeprodukte rund um den Einstichkanal verzichtet werden. Heilt Deine Haut schnell, kann sich der Zeitraum bis zur vollständigen Abheilung von Piercings im Mundraum verkürzen und Dich bereits wenige Wochen nach dem Piercen keinen störenden Effekt mehr spüren lassen.

Heilungszeiten bei Intimpiercings

Der weibliche Intimbereich heilt nach einem Piercing in etwa 4 bis 10 Wochen ab. Wichtig ist, dass die Hygiene in diesem Zeitraum eine sehr wichtige Rolle spielt und Du auf sämtliche Reizungen, beispielsweise zu enge Hosen oder Dessous, sowie auf Geschlechtsverkehr verzichtest. Mit einer Heilungszeit von 3 bis 6 Monaten nimmt das Christina Piercing die größte Geduld in Anspruch, da sich Reizungen durch Kleidung direkt auf dem Schambein nicht immer vermeiden lassen. Noch schneller heilt ein Intimpiercing beim Mann. In 2 bis 3 Wochen nach dem Piercen ist Mann wieder voll einsatzbereit und die Piercings stören nicht mehr. Der Intimbereich wird immer unter Kleidung verborgen, wodurch die Desinfektion der Piercings eine besonders wichtige Rolle einnimmt und Du wann immer möglich, auf enge und reibende Hosen verzichten solltest.

Wie lange heilt ein Oberflächenpiercing?

Oberflächen- oder Hautpiercings heilen in der Regel sehr schnell ab. Die oberflächliche Heilung rund um den Piercingkanal ist in 4 bis 6 Wochen abgeschlossen. Der Bereich unter der Haut, in welchem der Dermal Anchor oder Surface Piercings eingebracht werden, präsentiert sich mit einer Heilungsdauer von 2 bis 4 Monaten. Werden Piercings zu flach unter der Hautoberfläche gesetzt, besteht die Gefahr des Herauswachsens. Auch eine unzureichende Pflege oder der unvorsichtige Umgang mit diesen Piercings kann die Heilungszeit verlängern und zu schmerzhaften Entzündungen, sowie dem Herauswachsen des Körperschmucks führen.

Ohrlöcher und Piercings

Bei Piercings am Ohr sind die Heilungszeiten sehr unterschiedlich. Während der Stichkanal im Ohrläppchen bereits nach 2 bis 4 Wochen vollständig ausgeheilt ist, kann ein Ohrpiercing im Knorpel bis zu 3 Monaten heilen. Auch im Schmerzempfinden sorgen Piercings im Knorpel für längere Aufmerksamkeit, da das durchstochene Knorpelgewebe schmerzempfindlicher als das Ohrläppchen ist. Das professionelle Setzen der Piercings spielt in allen Knorpelbereichen der Ohren eine besonders wichtige Rolle, um den wilden Knorpelwuchs zu verhindern und eine zeitnahe Abheilung zu ermöglichen. Desinfektion und Hygiene sind das A und O.