Das Brustwarzenpiercing

Ein Brustwarzenpiercing gehört zu den beliebtesten, ästhetischsten und reizvollsten Piercings. Ein solches Piercing oder auch ein Intimpiercing bedarf nach dem Stechen einer besonders guten Pflege und auch der Heilungsprozess muss genau beobachtet werden. So schön wie der Schmuck in der Brustwarze auch ist, er birgt einige Risiken, die nicht zu unterschätzen sind. Damit Du viel Freude an Deinem Piercing hast, solltest Du einige Punkte unbedingt beachten.

Bei einem Brustwarzenpiercing kann die Zeit für die Heilung sehr variieren. Von acht Wochen bis zu sechs Monaten und noch länger kann es dauern, bis die Wunde und der Stichkanal komplett verheilt ist. Die Wahl des Stabes oder Rings hat einen deutlichen Einfluss auf den Heilungsprozess. Für den ersten Einsatz eigenen sich Stäbe mit einem Durchmesser von mindestens 1,6 mm mit größeren Kugeln am besten. Diese Größe sollte nicht unterschritten werden, da es zum sogenannten “Käseschneideffekt” kommen könnte. Dies bedeutet, dass sich das Piercing durch das Gewebe arbeitet und ausreißt. Ein Ring setzt die Brustwarze durch die Krümmung unter Spannung und ist daher für den Ersteinsatz nicht zu empfehlen.

Lass Dir Dein Piercing nur von einem Fachmann, der alle Hygieneauflagen erfüllt, stechen. Um die Heilung zu unterstützen, solltest Du Dein Brustwarzenpiercing bzw. Dein Intimpiercing gut pflegen und versorgen. Es ist wichtig, zu verhindern, dass Schmutz in deine Wunde gelangt. Nur so kann sich relativ schnell eine Tunnelnarbe, eine dünne, schützende Hautschicht im Stichkanal, bilden. Nimm in den ersten Tagen keine blutverdünnenden Mittel, dies könnte zu Blutungen führen. Trage Kleidung, die nicht am Piercing reibt und vermeide Druck auf das Brustwarzenpiercing. In den ersten 14 Tagen kannst Du DeinIntimpiercing an der Brustwarze zweimal täglich mit Octenisept versorgen. Dies unterstützt die Selbstheilung. Das Piercingansonsten möglichst gar nicht berühren. Falls dies doch nötig sein sollte, gründlich die Hände und möglichst ein Mittel zur Handdesinfektion verwenden. Sonnenbaden, Sauna, Solarium und Schwimmbäder solltest Du meiden, bis DeinBrustwarzenpiercing oder Intimpiercing vollständig abgeheilt ist. Nicht baden, sondern duschen. Unter der Dusche lassen sich kleine Verkrustungen problemlos entfernen. Kontakt mit Seife, Duschgel oder Deo jedoch unbedingt vermeiden. Frauen können zusätzlich Stilleinlagen für BHs verwenden, um eine Reibung an der empfindlichen Brustwarze zu verhindern.

Bei einem Brustwarzenpiercing oder Intimpiercing kann es natürlich auch zu Komplikationen kommen. Eine leichte Schwellung oder ein Brennen in den ersten Tagen nach dem Stechen ist zunächst normal. Vorsichtige Kühlung kann hier helfen. Nässt, eitert oder blutet Deine Wunde, so besteht dringender Handlungsbedarf. Auch wenn sich die Brustwarze entzündet oder sich Sekret verkapselt und zu einer Entzündung führt musst Du aktiv werden. In einigen Fällen kann einBrustwarzenpiercing oder ein Intimpiercing zu allergischen Reaktionen führen. Entferne das Piercing auf keinen Fall selbst! Bei Beschwerden solltest Du umgehend Deinen Piercer konsultieren, denn er kennt die Besonderheiten und den Heilungsprozess. Kann dieser nicht helfen, dann ist der Besuch eines Arztes erforderlich.