Bauchnabelpiercing – Tut das Stechen weh?

Bauchnabel-Piercings sind begehrt und gehören heutzutage zu den beliebtesten Piercing-Varianten. In der Regel wird es in die obere oder unteren Hautfalte des Bauchnabel gestochen und sitzt vertikal. Damit die Wunde nach dem Stechen problemlos abheilen kann, darf nicht zu tief in den Nabel gestochen werden. Grundsätzlich sind alle Nabel für das Piercen geeignet, auch nach außen gewölbte Bauchnabel. Das Stechen wird üblicherweise im Liegen durchgeführt, um Kreislaufprobleme vorzubeugen. Zudem ist die Haut in der Liegeposition entspannter. Auf pingelige Hygiene muss geachtet werden und alles gründlich desinfiziert werden. Die Ein- und Ausstichstelle wird markiert und anschließend mit einer Piercing Klemme fixiert. Das Gewebe wird mit einem kleinen Plastikschlauch durchstochen und das Piercing nach Entfernen der Stahlkanüle in das Ende der Kunststoffhülle gelegt und nun bei gleichzeitigem Herausziehen der Hülle durch die Hautfalte gezogen.

Jeder Mensch hat ein anderes Schmerzempfinden. Daher wird das Piercen am Bauchnabel unterschiedlich intensiv erlebt. Grundsätzlich gibt es zwei Betäubungsvarianten. Bei der Lokalanästhesie wird mit einer Spritze ein Betäubungsmittel in das Gewebe injiziert. Diese Art der Injektion muss jedoch von einem Arzt vorgenommen werden und fängt nach fünf bis zehn Minuten an zu wirken. Bei der zweiten Variante wird ein Betäubungsspray aufgetragen. Da der Wirkstoff nicht in die tieferen Gewebeschichten eindringen kann, wird das Durchstechen trotzdem empfunden. Daher wird in der Regel beim Bauchnabel-Piercen auf eine Betäubung verzichtet. Das Piercen bereitet keine Schmerzen und ist höchstens etwas unangenehm.

Die Wunde, die beim Bauchnabel-Piercen entsteht, heilt in der Regel schlechter ab, als andere gepiercte Körperstellen. Daher kann die Heilungszeit bis zu einem Jahr betragen ist aber in der Regel zwischen sechs Wochen bis vier Monaten bereits verheilt. Nach dem Durchstechen wird die komplette Wunde mit einem sterilen Verband bedeckt. Dieser muss in den ersten Tagen nach dem Piercen regelmäßig gewechselt werden. Die Wunde sollte zwei bis drei Mal am Tag desinfiziert werden. Das Erstpiercing muss so lange im Bauchnabel verbleiben, bis die Wunde komplett verheilt ist. Erst dann darf anderer Piercing-Schmuck verwendet werden. Sauna-, Solarium-, und Schwimmbadbesuche sollten während dieser Zeit vermieden werden. Auch auf Sport und Wannenbäder sollte verzichtet werden. Eine Dusche reicht zur Körperhygiene völlig aus. Bitte nur Kleidung tragen, die locker über der Wunde liegt. Verkrustete Stellen um die Wunde herum, sollten mit einem sauberen Wattebausch und warmen Wasser vorsichtig entfernt werden. Sollte sich die Wunde entzünden, dann solltest du unverzüglich einen Arzt aufsuchen, damit er die Wunde medizinisch behandeln kann. Wird ein Stecker vor dem vollständigen Heilungsprozess entfernt, kann es passieren, dass Stichkanal und Einstichstelle wieder zuwachsen. An dieser Stelle kann dann kein Piercing-Schmuck mehr eingesetzt werden und es bildet sich eine Narbe. Ein komplett verheilter Stichkanal hingegen bleibt im Normalfall erhalten. Wird allerdings länger kein Bauchnabelpiercing getragen, so verengt sich die Ein- und Ausstichstelle nach und nach wieder.