Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft – Was muss ich beachten

Ein Bauchnabelpiercing ist ein trendiger Hingucker, wobei durchaus eine gewisse Portion Mut dazu gehört, wenn es darum geht, sich ein Piercing stechen zu lassen. Wer bereits ein Bauchpiercing hat, der kann sich glücklich schätzen, denn auf diese Weise wird der Körper buchstäblich zu einem schmucken Eye-Catcher. Aber wie sieht es in der Schwangerschaft aus? Muss das Bauchnabelpiercing unter diesen besonderen Umständen entfernt werden? Kann sich das Piercingloch gegebenenfalls wieder verschließen? Fragen über Fragen..

Unter Umständen ist alles anders…

Wer den eigenen Körper durch Intimschmuck, zum Beispiel durch eine Piercing Banane noch attraktiver machen möchte, der sollte in der Schwangerschaft durchaus ein paar Dinge berücksichtigen. War man allerdings noch vor wenigen Jahren der Ansicht, dass ein Bauchnabelpiercing bedingt durch eine mögliche gesundheitsschädigende metallische Beschaffenheit unbedingt entfernt werden müsse, so hat sich diese Ansicht bis heute geändert. So kommt es mittlerweile vielmehr darauf an, wo sich die Piercing Banane befindet. Sind beispielsweise Augenbrauen, Lippen oder Brustwarzen mit einem Piercing bestückt, so können diese stylischen Teile gut und gerne dort belassen werden. Bei einem Bauchnabelpiercing hingegen ist zu bedenken, dass der Bauch ja im Laufe der Schwangerschaft immer dicker wird. Mit der Folge, dass sich die Haut mehr und mehr spannt und somit unter Umständen zu Reizungen oder Rötungen neigt. Des Weiteren kann sich die Beschaffenheit des Bauchnabels verändern, sodass auch das Bauchnabelpiercing gegebenenfalls eine leicht veränderte Position einnimmt. Grundsätzlich ist es jedoch Ermessenssache, ob das Piercing im Bauchnabel verbleibt oder nicht.

An die gynäkologischen Untersuchungen denken – das Bauchpiercing entfernen

Bei den Untersuchungen beim Frauenarzt, insbesondere wenn eine Ultraschall-Untersuchung vorgenommen wird, ist es in der Regel wichtig, das Bauchnabelpiercing bzw. die Piercing Banane zu entfernen. Anderenfalls würde die Sonde beim Hinübergleiten durch das Metallstück gestört oder gegebenenfalls gar beschädigt. Entsprechend kann es daher empfehlenswert sein, das Bauchpiercing zumindest vor jeder Kontrolle beim Arzt heraus zu nehmen.

Das Bauchnabelpiercing kann bleiben, aber…

Während die Entscheidung, das Bauchnabelpiercing im Rahmen einer Schwangerschaft von Anfang an zu entfernen oder das Bauchpiercing zumindest zeitweise heraus zu nehmen, in erster Linie der werdenden Mutter obliegt, sieht das Ganze beim Intimpiercing schon anders aus. Eine Piercing Banane im Bauchbereich kann auf Wunsch durchaus an Ort und Stelle verbleiben, wohingegen ein Piercing im Intimbereich möglichst zu entfernen ist. Nicht etwa, weil es gesundheitliche Folgen für das junge Leben im Mutterleib hätte, sondern vielmehr, weil es im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen sehr störend wäre.

Im Allgemeinen raten Gynäkologen ihren Patientinnen an, die Piercing Banane bzw. das Bauchnabelpiercing während der Schwangerschaft möglichst zu beseitigen, da das Piercing nicht zuletzt auch den Ultraschall in negativer Hinsicht beeinflussen könnte. Überhaupt sind in der Schwangerschaft auch die zum Teil erheblichen hormonellen Veränderungen zu berücksichtigen, die die Entstehung von Entzündungen beim Bauchpiercing oder beim Intimpiercing begünstigen könnten. Derartige Begleiterscheinungen wären nicht nur sehr lästig und unangenehm für die Patientin in der Schwangerschaft, sondern mögliche medizinische Behandlungen müssten gegebenenfalls gar ohne die Gabe von Schmerzmitteln durchgeführt werden. Fakt nämlich ist, dass diese Präparate dem Embryo im Mutterleib im schlimmsten Fall erheblichen Schaden zufügen könnten.

Alternativen zum metallischen Bauchnabelpiercing

Frauen, die während ihrer Schwangerschaft auf keinen Fall auf ihre Piercing Banane verzichten wollen, haben in Anbetracht der breiten Angebotsvielfalt heute durchaus unterschiedliche Möglichkeiten, ihr Bauchpiercing adäquat zu ersetzen. Zum Beispiel durch ein Bauchnabelpiercing aus Kunststoff. Zwar kann auch dies zu Entzündungen führen, allerdings wirkt sich ein Piercing aus Kunststoff nicht wirklich nachteilig aus, wenn es darum geht, Ultraschalluntersuchungen durchzuführen.

Im Zweifel für das Bauchpiercing…

Grundsätzlich geht von einem Bauchnabelpiercing keine akute Gefahr für das Baby aus. Jedoch sind werdende Mütter gut beraten, wenn sie sich im Vorfeld möglichst ausführlich über mögliche Konsequenzen vom Intim- bzw. Bauchnabelpiercing informieren. Frauen, die ihre Piercing Banane nicht entfernen wollen, aus Angst, das Loch könnte möglicherweise zuwachsen, können aufatmen. Die Haut ist dehnbar, sodass sich das Piercing nach der Geburt meist ohne Weiteres wieder einstecken lassen kann.